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  • Corinne Woodtli

Selbstliebe oder Selbstverliebtheit?

Aktualisiert: 18. Nov 2019

Heute geht es darum, was für mich genau Selbstliebe bedeutet und wie ich den Zugang dazu finde. Von einigen habe ich schon gehört, dass sie SelbstLIEBE mit SelbstVERLIEBTHEIT verwechseln, oder ihnen nicht ganz klar ist, was denn diese Selbstliebe genau bedeutet.


Bei meiner persönlichen Entwicklung und auch in der Arbeit mit meinen Klientinnen und Klienten stelle ich fest, dass die Hauptursache von den Problemen sehr oft die mangelnde Selbstliebe ist. Nur was bedeutet es denn sich selbst zu lieben?

Selbstliebe ist...


... auf mich und mein Bauchgefühl zu hören und dementsprechend zu handeln. Also mir zuerst bewusst werden, was tut mir überhaupt gut und was brauche ich genau in diesem Moment?

... herauszufinden, ob ich mir dieses Bedürfnis nach Etwas (Nähe, Spass, Zuhören etc.) auch selbst geben kann.


... auch einmal nein zu anderen zu sagen und für mich selbst zu sorgen, wenn es mir nicht gut geht.


.... mich mit niemandem zu vergleichen und mich so mich so anzunehmen genau so wie ich JETZT bin.


.... zu mir zu stehen, egal was andere über mich denken oder zu mir sagen.


.... meine Wahrheit auch einfach auszusprechen, egal wie die äusseren Reaktionen sind.


.... mir selbst die Zuneigung, Respekt, und Wertschätzung zu geben (mithilfe meiner Gedanken und Gefühle), die ich mir von anderen wünsche.


.... auch einmal alleine sein zu können ohne mich einsam zu fühlen.


.... meinen Körper so zu lieben wie er ist. (keine Vergleiche!)




Wir kennen die Liebe zu anderen, zum Partner zu seinen Kindern oder Eltern aber zu uns selbst? Hm ist das nicht zu spirituell, zu abgehoben oder sogar egoistisch? Viele sagen ja, im Leben geht es darum anderen zu dienen, andere zu unterstützen. Aber wo bleibt da der Zugang und die Beziehung zu uns?


Ich glaube wir können erst vollkommen frei und unabhängig sein, wenn wir uns so annehmen und lieben wie wir sind. Erst dann brauchen wir nichts mehr von aussen. Es ist dann ausschliesslich schön, wenn wir diese Zuneigung und Wertschätzung erhalten. Wir können dies dann auch vollständig annehmen ohne Zweifel, und dankbar sein dafür.


Das Schöne ist ja, wenn wir im Reinen mit uns selbst sind, können wir Andere so annehmen wie sie sind. Denn andere Menschen sind sowieso meist nur ein Spiegel von uns selbst.


Der Weg zur Selbstliebe kann manchmal ganz schön anspruchsvoll sein. Es gibt für mich 4 Phasen, die wir durchlaufen:


1. Phase: zu sehr im Aussen sein / Bedürftigkeit Mein Weg begann so, dass ich zuerst alles im Aussen brauchte. Ich war in einer ungesunden Beziehung und ich war abhängig von der Liebe von jemandem, von der Aufmerksamkeit und Zuwendung, sodass ich glücklich war, wenn ich diese bekam und aber auch sehr unglücklich, wenn nicht.


2. Phase: Der sanfte Weg zu sich selbst Nach dieser Trennung beschäftigte ich mich intensiv mit mir selbst, meinen Bedürfnissen und wer ich wirklich war. Diese Zeit war geprägt von allein sein. Zuerst fühlte ich mich auch einsam, doch mit der Zeit genoss ich diese Zeit mit mir. Ich habe getanzt, gelesen und Gedichte geschrieben etc. Es war zuerst sehr ungewohnt und ich habe einen langen Lernprozess in Gang gesetzt. Fragen wie: wer bin ich? was möchte ich erreichen? was tut mir gut und was nicht? wer will ich sein in Zukunft? beschäftigten mich. Als sich in mir immer mehr Klarheit zeigte, begann ich dies auch auszustrahlen. Mein Umfeld spürte diese Veränderung und hat glücklicherweise sehr positiv darauf reagiert.


3. Phase: vom Alleinsein mitten in sein Umfeld

Ich habe mich mit mir allein dann sehr sicher gefühlt. Sobald ich aber mit meinen nächsten Menschen in Kontakt kam, fühlte ich mich zu Beginn sehr unsicher. Es war so, als hätte ich eine harte Schale von mir abgezogen und war nun viel verletzlicher wie vorher. Die erste Reaktion war: ich möchte wieder in meine Sicherheitszone, mit mir alleine sein. Genau dies ist der goldige Schlüsselmoment: Als ich mich dann getraut habe mich zu zeigen, so wie ich bin, verletzlich, emotional oder auch mutig und stark, dann wuchs in mir diese starke Verbindung und diese wohlige Liebe zu mir.

Es hat sich angefühlt wie ein Kreis, der sich geschlossen hat, ein Gefühl von Vollständigkeit.


4. Phase: Gewohnheit

Dieser Schritt aus der Komfortzone, musste ich immer wieder gehen (und muss ich heute auch noch ab und zu), bis sich eine Gewohnheit gebildet hat und ich ein Gefühl von Sicherheit spürte in jenen Momenten, wo ich mein wirkliches Ich gezeigt hatte. So fühlte es sich irgendwann einfach normal an, mich selber sein zu können.


Diese Masken, die wir so oft tragen, um geschützt zu sein, waren irgendwann einmal nützlich (meist in der Kindheit). Diese Verhaltensmuster dienten uns damals. Wir mussten uns anpassen, um Aufmerksamkeit zu erhalten und um geliebt zu werden. Nur heute, als Erwachsene, benötigen wir diesen Schutz meist gar nicht mehr, wir können uns auch sicher und angenommen fühlen, mit unserer wahren Persönlichkeit.



Wie ich den Zugang zu mir finde:

  • Ich bin achtsam mit meinen Gedanken. Wie denke ich über mich? Wenn ich feststelle, dass ich negative Gedanken über mich und andere habe, dann wende ich ThetaHealing oder PSYCH-K an, meditiere oder gehe in die Dankbarkeit und wechsle so meinen Fokus und zu positiven Gedanken.

  • Ich stelle mir positive Fragen: Was mag ich an mir? Für was bin ich dankbar? Was sind meine Stärken? Wieso ist das Leben so wunderbar? Warum kann ich mich glücklich schätzen? Unser Gehirn fängt sofort an, Antworten zu finden. Probiere es aus.

  • Wenn ich aus der Balance gerate, atme ich. Ich atme bewusst tief ein und aus, spüre meinen Körper, mein Herz und komme sofort wieder zur Ruhe und in Verbindung zu mir

  • Ich tue mir etwas Gutes: mache Yoga, bewege mich, nimm ein Bad, schlafe kurz, meditiere etc.

  • ich tanze! :-) Wenn ich mich nicht wohl in meinem Körper fühle, dann tanze ich zu Hause, ganz egal wie es aussieht, bewege mich ganz nach Gefühl.



Dank diesem Weg der Selbstliebe kann ich nun viel mehr auf Menschen eingehen, kann noch viel mehr meine Wertschätzung und Liebe zeigen und mich sicher dabei fühlen. Gleichzeitig kann ich die Liebe und Zuneigung von meinen Liebsten ganz leicht annehmen und geniessen, ohne diese brauchen zu müssen. Somit ist mein Fazit, dass Selbstliebe keinesfalls mit Selbstverliebtheit verglichen werden kann und auch nicht ungesund egoistisch ist, weil ich glaube, ein kleines bisschen Egoismus, ist doch auch gesund. ;-)



Was sind deine Erfahrungen? Wie geht es dir dabei? Ich freue mich von dir zu lesen.


Wenn du jetzt denkst, dass dieser Blogpost eine Freundin oder ein Freund lesen soll, dann freue ich mich natürlich auch wenn du diesen teilst. ;-)



Alles Liebe zu dir!


Corinne